Wir laden Sie herzlich ein, die Foto-Ausstellung "Was heißt schon alt?" in unserem Gemeindehaus zu betrachten.

 

"Die Ausstellung "Was heißt schon alt?" ist am Samstag, 31. März, von 15.00-18.00 Uhr und am Ostermontag von 15.00-18.00 Uhr noch einmal zu sehen. Am Ostersonntagnachmittag entfällt der anvisierte Termin!

Herzlich willkommen!"


In unserer heutigen Zeit zählt scheinbar die Jugendlichkeit. Die Kraft und Vitalität der jungen Jahre soll erhalten bleiben. Fitnessstudios erfreuen sich einer hohen Beliebtheit. Manchmal sieht man es VertreterInnen des Mittelalters an, wie gern sie noch jung sein würden. Ihr Äußeres und Ihr Verhalten „tunen“ sie auf jung. Eltern von jungen Leuten wollen gern die besten Freunde ihrer Kinder sein. Jugendliche wissen manchmal gar nicht mehr, wie sie sich von ihren Eltern absetzen sollen. Die Eltern hören die gleiche Musik, sie kleiden sich ähnlich …

Das ist alles überspitzt, klar. Aber: Glücklich ist der zu nennen, der sich in seinem Alter zuhause fühlt. Der nicht in ein anderes Alter flüchten muss!

Mit dieser Ausstellung wollen wir denen Mut machen alt zu werden, die es jetzt noch nicht sind. Menschen, die sich heute vor dem Altsein fürchten, weil ihnen dann Manches nicht mehr möglich zu sein scheint, was jetzt noch alles geht. Menschen, die durch die Medien oft die Schattenseiten des Altseins aufgetischt bekommen und denen die Lust daran dadurch vergeht.

Mit dieser Ausstellung wollen wir denen Mut machen, die jetzt schon alt sind und ihrer jungen Jahre so sehr nachtrauern, dass sie in ihrem Lebensalter nicht ankommen.

Paulus schreibt im 2. Korintherbrief: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist die Zeit des Heils!“ Ein Mutmacher für das Hier und Heute! Ein Weckruf, den Zeitpunkt des Lebens nicht zu verpassen. Das Leben hält zu allen Zeiten Spannendes bereit. Neue Erfahrungen und Entdeckungen, die früher nicht möglich waren und die zukünftig so nicht möglich sein werden.

Diese Ausstellung lädt ein, der Vielfalt des gelebten Lebens im Alter auf die Spur zu kommen. Da wird so viel geliebt, gewerkelt, gekümmert, genossen, musiziert, bewegt, Treue gehalten, gespielt, gelacht (natürlich auch geweint),

geholfen... Die Schattenseiten der jeweiligen Lebenszeit wollen wir nicht verdrängen. Sie sind im Alltag hinlänglich präsent. Deshalb geben wir den Schattenseiten in dieser Ausstellung kein Aufmerksamkeitslicht. 

Die fotografierten Personen sind unter dem jeweiligen Themenaspekt als Mitwirkende gefragt worden. Es hätten genauso gut auch andere Personen abgelichtet werden können. Und sicherlich haben wir längst nicht das ganze Spektrum an Lebensschönheiten und Lebensmöglichkeiten im Alter ins Visier genommen. Das Auge des Betrachters dieser Ausstellung ist eingeladen, danach in ihrem/seinem Alltag nach Mut Machendem, nach Schönem im Alter Ausschau zu halten

Ob Jung und Alt: Wir leben in der Gnade Gottes, der im Jesajabuch (Jesaja 46, 4) sagt:

  Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.“