Liturgisches Zentrum

Das liturgische Zentrum mit Kanzel, Taufbecken und Abendmahlstisch wird überragt vom leeren Kreuz. Von dieser Botschaft leben wir, wir vergegenwärtigen sie uns in Wort und Sakrament. Das Kanzeltuch zeigt die Verbundenheit mit den sumbanesischen Geschwistern.

Abendmahlstisch

Der Abendmahlstisch mit dem aufgeschlagenem Wort Gottes, dem Kelch und dem Brotteller für das Abendmahl und der Osterkerze als Zeichen der Auferstehung Jesu Christi. Die drei Kreuze am Tisch sind Hinweise auf die Dreieinigkeit Gottes.

Schriftzüge im Treppenhaus

Im Treppenhaus des Gemeindehauses ist ein Vers aus dem Alten und ein Vers aus dem Neuen Testament abgedruckt: 1. Mose 1,1 und Johannes 1.1. Als Kirche des Wortes Gottes fühlen wir uns verbunden mit dem Volk des ersten Bundes, Israel. Es ist derselbe Gott, der sich uns auch im Neuen Testament offenbart. Das Alte Testament wurde vornehmlich in hebräischer Sprache und das Neue Testament in griechischer Sprache verfasst, deshalb wurde zusätzlich die Ursprache der Texte im Schriftzug mit aufgenommen.

Als Kirche der Reformation ist der Heidelberger Katechismus ein grundlegendes Bekenntnis, das uns in unserem Glaubensleben nachhaltig prägt. Aus diesem Grund ist der Auftakt der ersten Frage des Heidelbergers ebenfalls in die Schriftzugreihe aufgenommen worden.

Misereor-Hungertuch

Misereor-Hungertuch 2017/2018 „Ich bin, weil du bist“

(von Chidi Kwubiri) Ein Geschenk der ev.-altreformierten Gemeinde Nordhorn

So lautet ein bekanntes afrikanisches Sprichwort. Es drückt die Vorstellung aus, dass es zum Menschsein dazugehört, Teil eines Beziehungsnetzes mit Gott, den Mitmenschen und der Natur zu sein.

Der Künstler gestaltet zwei gleich große Leinwände in leuchtendem Grün und Gelb, die durch einen schmalen Zwischen-Raum Abstand halten. Er zeigt zwei Menschen in intensiver Begegnung an einer Grenze, die nicht zerschneidet, sondern Brücke wird: Sie schauen sich an. Sie halten einander. Weder Mann noch Frau: Erst kommt der Mensch und dann das Geschlecht.

So verstehen wir den Sinn unseres Gemeindehauses: Wir begegnen uns als Menschen auf Augenhöhe, unabhängig von unserer Herkunft oder gesellschaftlichen Stellung. So, wie Gott uns in Christus begegnet, so leben wir es weiter. Wir möchten einander halten, weil wir uns als Gehaltene glauben.